Stressfreie Weihnachten, besonders im 2020

Weihnachtszeit ist Familienzeit. Mal harmonisch, mal im Streit, mal dem Frieden zu liebe. Dieses Jahr, wo alles etwas anderes ist, kommen weitere Komponenten mit dazu. Dürfen wir oder dürfen wir nicht. Mit Maske oder ohne Maske. Was wenn ich meine Grossmutter anstecke, was wenn sie wegen der Feier krank wird? Eine gute Gelegenheit Weihnachten und dessen Traditionen mal zu hinterfragen.

Habe Mut Traditionen zu hinterfragen und wo längst notwendig zu brechen

Ich denke wir sollten diese Situation gerade auch als Chance sehen und althergebrachte Traditionen zu hinterfragen und wo notwendig zu brechen. Müssen wir uns der Tradition willen wirklich alle zur selben Zeit treffen. Muss der Onkel mit dem anderen Onkel zusammen sein, auch wenn sie sich schon Jahrelang nichts mehr zu sagen haben? Um dann, bei den Feierlichkeiten Meinungsverschiedenheiten wieder auftauchen und schlussendlich im Streit enden. Sei dir bewusst, dass Jahr hat 365 Tage. Genug Zeit also auch um geliebte Familienmitglieder mehr zu sehen und bei anderen, welche dir weniger zusagen, den Kontakt zu minimieren.

Frage dich ehrlich, wer tut dir aktuell gut, wer schadet deinem Seelenfrieden. Habe den Mut nein zu sagen. Nutze aber nicht die aktuelle Situation als Vorwand. Spüre in dich hinein und kommuniziere beispielsweise in deinen Worten, dass es im Moment so für dich nicht stimmt.

So werden die Gruppen automatisch kleiner, Energien werden weniger vermischt. Was schlussendlich ein besinnliches Familienfest zulässt. Vor, während und nach dem Familientreff.

Wieso immer ein 3 Gänger mit anschliessender Bescherung

Auch bei der Form der Feier lohnt es sich mal genauer hinzuschauen. Ist es notwendig, die Erwartung der Verwandten zu erfüllen. Mindesten 3 Gänge müssen es dann schon sein. Auch hier hinterfrage dich, was tut dir gut, was würde dir besonders gefallen. Wieso nicht einmal mit der Familie im Wald feiern? Nur mit Apéro und Snacks. Wie wärs mal mit einem Weihnachtsbrunch mit anschliessendem Spaziergang. Der Fantasie sind eigentlich keine Grenzen gesetzt.

Weitere Tipps für eine stressfreie Weihnachten

Es gibt noch viele weitere Stressfaktoren rund um die Weihnachtszeit. Diese Tipps helfen dir, dem Weihnachtsfest entspannt entgegen zu sehen.

  1. Selbstgemachtes kann viel Freude bereiten
    Bist du kreativ und hast keine Lust auf stressige Shoppingtouren: Weihnachten geht auch ohne Konsumwahn. Wer den Sinn von Weihnachten verstanden hat, freut sich auch sehr über selbst gemachten Kleinigkeiten, wie Guetzli, selber gemachte Konfitüre, Müesli usw.
  1. Zeit schenken
    Was immer geht, ist gemeinsame Erlebnisse zu schenken. Denn Zeit ist für die meisten von uns das Wertvollste, was wir haben. Lade zu einem selbst gekochten Essen ein, organisiere einen Ausflug oder eine andere gemeinsame Aktivität, etwa eine Wanderung oder einfach ein gemeinsames Teekränzli.
  1. Brich aus dem Geschenke-Kreislauf aus
    Wir lassen uns von dem Glauben unter Druck setzen, dass andere Leute Geschenke erwarten. Besprecht euch in der Familie, Kollegenkreis, wie ihr das Handhaben möchtet. Schenken macht ja grundsätzlich Freude. Aber wie wärs, wenn ihr in der Familie nur jemanden ein Geschenk macht.
  2. Nicht zu viel unnötiges für Kinder
    Kinder möchte man die Welt schenken. Das erkennt man oft an den Geschenkebergen an Weihnachten. Aus meiner Sicht müssen es nicht nur Spielsachen sein. Warum an Weihnachten nicht Alltägliches wie Pyjama, Pullover oder Socken schenken, was die Kinder eh im Verlaufe des Jahre eh brauchen?
  3. Essen muss nicht aufwendig sein
    Auch hier darf man Traditionen kritisch hinterfragen: Warum eigentlich isst man an Heiligabend ein aufwändig gekochtes Menu. Warum nicht etwas einfaches, wie beispielsweise eine kalte Platte oder etwas, was man gut vorbereiten kann, wie Beispielsweise eine Lassagne? So bleibt mehr Zeit für den geselligen Teil.
  4. Kein Stress in der Küche: Gemeinsam kochen und backen
    Verabschiede dich vom Ehrgeiz, ganz allein das perfekte Festmahl oder die perfekten Plätzchen für die ganze Familie hinbekommen zu müssen. Du brauchst nicht stundenlang einsam in der Küche zu stehen. Gemeinsam macht es viel mehr Spass. Bei kleinen Küchen ist es zudem möglich, dass jeder für einen Gang oder ein Guezli zuständig ist.
  5. Weihnachtsdeko: Weniger ist mehr
    Oft kommt jedes Jahr etwas neues dazu, welches man dann auch zeigen will. Hier finde ich, weniger ist mehr. Stelle einfach auf, was dir gerade gefällt. Der Rest kommt wieder in die Box oder gerade ins Broki, damit sich jemand anders darüber freuen kann.